Gemeinsam in eine sichere Zukunft

Zwei Kevelaerer Unternehmen, die seit vielen Jahren eng zusammenarbeiten, gehen nun auch strukturell gemeinsame Wege: Der Entwickler von Mehrweg-Transportverpackungen WALTHER Faltsysteme GmbH übernimmt die Mehrheitsbeteiligung am Spritzguss-Produzenten Formex Plastik GmbH. Gleichzeitig werden die Organisationseinheiten zusammengeführt.

 

Schon seine erste Faltbox hat Firmengründer Rolf F. Walther in Zusammenarbeit mit der Formex Plastik GmbH entwickelt und produziert. Auch heute, über 40 Jahre später, werden die Faltboxen und Ladungsträger aus dem Hause WALTHER größtenteils bei Formex in Kevelaer hergestellt. Eine enge Zusammenarbeit, die bereits 2011 organisatorisch gefestigt wurde: Seitdem ist WALTHER Faltsysteme an der Formex Plastik GmbH beteiligt. Jetzt gehen die Verantwortlichen noch einen Schritt weiter: WALTHER Faltsysteme erwirbt weitere Anteile und zum 1. Juli 2022 werden die zentralen Organisationseinheiten zusammengeführt. Die beiden Unternehmen sind Arbeitgeber von zusammen über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und damit einer der großen Arbeitgeber in Kevelaer.

 

Generationswechsel

 

Im Zuge der Verschmelzung tritt Heinz-Josef Peters als langjähriger Geschäftsführender Gesellschafter der Formex Plastik GmbH zurück. Er wird dem Unternehmen jedoch weiterhin beratend zur Seite stehen. Sein Sohn André Peters tritt in die Geschäftsführung ein und wird sich in dieser Position um das Geschäftsfeld Produktion und Werkzeugbau kümmern. Gleichzeitig mit dem Wechsel in der Geschäftsführung wird André Peters die Anteile von seinem Vater übernehmen. Neu in der Geschäftsführung sind Dominik Lemken und Thomas Heilen, gleichermaßen auch Geschäftsführer der WALTHER Faltsysteme GmbH. Sie werden für die strategische Ausrichtung und die kaufmännischen Bereiche bei Formex verantwortlich sein, da Vertrieb, Marketing, Einkauf und alle Verwaltungseinheiten in die WALTHER Faltsysteme GmbH verlagert werden.

 

So verschmelzen mit der Übernahme weite Teile der beiden Unternehmen: Alle Verwaltungs-Mitarbeiter werden in die bestehenden Abteilungen bei WALTHER Faltsysteme integriert. Dazu Geschäftsführer Thomas Heilen: „Der Wachstumskurs des Unternehmens führt aktuell zu zahlreichen Neueinstellungen. Uns ist es wichtig, das Wissen der Mitarbeitenden im Unternehmen zu halten.“ Er selbst wird gemeinsam mit den Abteilungen Finance, Einkauf sowie Teilen der IT in die Formex-Räumlichkeiten an der Industriestraße in Kevelaer ziehen. Formex-Mitarbeiter aus dem Vertrieb beziehen im Gegenzug Büros bei WALTHER auf dem Hoogeweg, sodass die durch die Fusion gewachsenen Teams zusammensitzen und arbeiten können. „Wir möchten die Firmen nicht nur organisatorisch verflechten, sondern werden auch dafür Sorge tragen, dass sich die neuen Kolleginnen und Kollegen wohl fühlen und bald Teil der WALTHER-Familie sind.“

 

Mit der neuen Unternehmensstruktur wird sich auch an der strategischen Ausrichtung von Formex etwas ändern. So wird die Produktion weiter auf WALTHER-Produkte fokussiert – jedoch bleiben auch technische Kunststoffteile weiterhin im Portfolio. Zudem werden die Arbeitsplätze weiter modernisiert. „Wir möchten mit Formex einen weiteren Weg in die Zukunft gehen“, so Geschäftsführer Dominik Lemken. „Wir werden unsere Stärken zusammenbringen, um unsere Marktposition im Bereich Mehrweg-Transportsysteme ausbauen zu können.“